Wein4telumrundung 2024 - Reisebericht Zusammenfassung

Es begann mit einer lustigen Idee im Freundeskreis zu später Stunde und endete als Abenteuer von 4 Tagen mit unzähligen Erlebnissen und Eindrücken. 

Wir haben das Wein4tel auf unseren MTB’s umrundet.

Die Route führte entlang der Wein4telgrenze und einige Male mussten wir auch in benachbarte Länder wechseln. Bevorzugt waren wir auf Radwegen unterwegs und konnten größtenteils vorhandenen Wegmarkierungen folgen. Manchmal überdeckten sich zwar Radrouten und dadurch gestaltete sich die richtige Wegführung ein wenig schwierig.

Wir hatten die geplante Tour aber sowieso als GPX-Track am Navigationsgerät gespeichert und konnten so problemlos der Route folgen.

Vier Tage hindurch radelten wir im Uhrzeigersinn um das Wein4tel wobei sich die extreme Hitze und Trockenheit dieses Sommers 2024 als der entscheidende Spielmacher herausstellte.

Unser Weg führte hinauf an die Nordgrenze nach Laa an der Thaya und in Tschechien, vorbei an Mikulov und Valtice bis in die weiten March Auen. Im Grenzgebiet der Slowakei weiter bis Hohenau an der March, zurück in das Wein4telnach und südwärts bis Mannersdorf an der March. Weiter nach Süden bis zur Donau und durch den Nationalpark Donau Auen bis zur Stadtgrenze von Wien. Ab der Lobau nördlich an Wien vorbei, zurück zum Donauradweg und schließlich zum Kraftwerk Greifenstein. Dem großen Strom folgten wir flussaufwärts, am Kernkraftwerk Zwentendorf vorbei bis zum Kraftwerk Altenwörth, überquerten die Donau und radelten am Wagram vorbei bis Langenlois. 


Die Flachstücke ließen wir ab nun hinter uns und fuhren durch hügelige Gegend über den Manhartsberg nach Maissau und schließlich Eggenburg. Richtung Norden gelangten wir erst nach Riegersburg und dann nach Felling. Der folgende Grenzwechsel führte uns in den Nationalpark Thayatal bis nach Vranov. Wir radelten der Thaya entlang nach Osten, überwanden unzählige Anstiege in der tschechischen Seite des Nationalparks und kamen bei Mitterretzbach wieder zurück in das Wein4tel. Über Retz und das Pulkautal erreichten wir wieder die Leiser Berge, durchfuhren den Ernstbrunner Wald, Europas größten Eichenmischwald und erreichten unfallfrei und voller Erinnerungen an ein tolles Abenteuer wieder Ernstbrunn.

Eckdaten unserer Tour:

502 km , 2910hm , 24:09 Stunden Fahrtzeit

Bis bald euer ... LeiseRadler




Wein4telumrundung - Etappe 4 ~~ Montag, 12.8.2024

Etappe 4 ~ Montag, 12. August 2024, von Eggenburg bis Ernstbrunn

Tagesdaten: 125km – 1370hm – ca. 6:30hr Fahrzeit

Entlang der Nordgrenze zu den Leiser Bergen

Unser Motto für heute „Neuer Tag, neues Glück“ passt perfekt zum herrlichen und noch kühlen Wetter. Nach einem ausgezeichneten Frühstück verlassen wir Eggenburg Richtung Norden.

Nach Kattau und Rafing überqueren wir die Bundeststraße 45 und gelangen zur ersten Challenge des heutigen Tages. Eines vorweg, … heute werden wir noch oft in’s Schwitzen kommen.

Wir kommen westlich von der Stadt Pulkau in ein Waldgebiet, überqueren die Pulkau, hier noch ein kleines Gewässer und nehmen Kurs auf die Ruine Neudegg. Die Auffahrt ist etwas mühsam und technisch gefinkelt. Nach ein paar Schiebepassagen und Insektenkontakten kommen wir zur gut im Wald versteckten Ruine Neudegg.

Weiter radeln wir nach Theras, Obermixnitz und treffen nach flotter Abfahrt in Weitersfeld ein. Hier versorgen wir uns mit Getränken und Snacks in einem Nah & Frisch Markt. 

Die Tour führt weiter durch Waschbach, Heufurth und Mallersbach. Riegersburg der westlichste Ort im Bezirk Hollabrunn mit den 2 großen Teichen durchfahren wir und kommen anschließend nach Felling. Hier befindet sich Österreichs einzige und zugleich letzte Perlmuttmanufaktur 

Kurz danach wechseln wir nach Norden über die Grenze nach Tschechien und befinden uns sogleich im Nationalpark Thayatal. 

Es folgt eine flotte Abfahrt und das reizende Vranov, das direkt an einer Biegung der Thaya liegt, ist erreicht. 

Wir folgen der Thaya ein kurzes Stück, da klingt das „Kommando Kette links!“. 

Die folgende Auffahrt aus dem Thayatal heraus ist schon einigermaßen fordernd und wir sind jetzt sogar langsamer unterwegs als die unzähligen Insekten. 

Endlich Oben angekommen, können wir kurz verschnaufen, genießen bei der anschließenden Abfahrt die tollen Einblicke in das Thayatal und erreichen Cziov. 

Neben dem Besucherzentrum des tschechischen Nationalparks bestaunen wir die Grenzanlagen des ehemaligen eisernen Vorhangs.

Wir wählen einen Weg neben dieser Anlage und werden abrupt vom Dickicht verschlungen. 

Es folgt ein anstrengender Abschnitt der uns mehrmals zwingt unser Rad zu schieben und zu tragen und eher einem Wildtierpfad als einem Trail ähnlich ist. Nach einem Kilometer Waldabenteuer ist der Weg wieder angenehmer und gut zu befahren. 

Lukov umfahren wir südlich und radeln weiter durch den schönen Laubwald. 


Bei einem idyllischen Teich in einer Senke überqueren wir den Zlebsky Bach.

Wieder heißt es einen der vielen Anstiege zu bewältigen und wir kommen langsam wieder in die Nähe des Thayatales. 


Auf einem Höhenrücken mit traumhafter Aussicht in den Nationalparkradeln wir weiter. 



Der Radweg hat anschließend nun ein starkes Gefälle, auf einem Verkehrsschild wird auf mögliche querende Schlangen und Echsen hingewiesen und wir rasen zur Thaya hinunter.

Über eine schwankende Hängebrücke aus Holz überqueren wir die Thaya und wechseln wieder nach Österreich in das Wein4tel.

Kurz vor Mitterretzbach erreichen wir den sehenswerten Platz „Heiliger Stein“. 


Die Fernsicht ist von einer Aussichtsterrasse hier phantastisch und reicht weit in die Weinbaugebiete des Retzer Landes.




Die Stadt Retz mit Vorfreude auf das Mittagessen ist im Visier und wir radeln auf der Landesstraße weiter direkt zum sehenswerten Hauptplatz. 





Ein Brunnen mit Fließwasser kommt uns gerade recht und wir können uns ein wenig abkühlen. Mittlerweile hat die Sonne das Thermometer auf 35° gehoben.

Bei dieser Hitze ist eher das Trinken wichtig und so nehmen wir nur eine Kleinigkeit zu uns, rasten ein wenig und schwingen uns wieder auf die Räder. Die geplante Route, weiter an der Nordgrenze entlang, verwerfen wir hier. Es ist einfach zu heiß zum Radeln und wir wollen nach Hause.

Entlang bekannter Radwege kommen wir an Kleinhöflein und Kleinriedenthal vorbei, lassen das Pulkautal mit seinen Orten Peigarten, Auggenthal, Haugsdorf, Alberndorf, Untermarkersdorf, Hadres und Obritz hinter uns und rauschen in Mailberg ein.


Am Hauptplatz wurde vor einigen Jahren ein Brunnen mit Wasservorhang gemacht, der für uns heute die nötige Abkühlung bringt. 


Wir folgen den uns bekannten Wegen und fahren durch Diepolz, Großharras und Patzmannsdorf.

Nach der folgenden kurzen Auffahrt sind wir im größten geschlossenen Eichenmischwaldgebiet Mitteleuropas, im Ernstbrunner Wald. 


Den Steinberg mit seinem Naturdenkmal der Klafterbrunnerhöhle, überwinden wir noch und fahren südwärts auf der Schotterstraße in Richtung Schloss Ernstbrunn. 



Zwischen den Bäumen erkennen wir schon die bekannten Windräder und jetzt lassen wir es rollen.







Durch eine Kastanienallee, die „Luftröhre“ und der Wohnsiedlung Haidhof gelangen wir zu unserem Ausgangspunkt von vor 4 Tagen.





Ernstbrunn ist erreicht, super war‘s und es gab so viel zu sehen und es gibt so viel zu erzählen. 

Wein4telumrundung - Etappe 3 ~~ Sonntag, 11.8.2024

Etappe 3 ~ Sonntag, 11. August 2024, von Altenberg bis Eggenburg

Tagesdaten: 100km – 600hm – ca. 5:00hr Fahrzeit

Von der Donau hoch in den Norden

Die Schnellbahnnähe des Quartiers gepaart mit Sommerhitze ist für einen erholsamen eher suboptimal, das ist auch in unseren Gesichtern am Frühstückstisch zu sehen. Die Nachtruhe ist einfach zu kurz geraten. Schnell ist die viel zu kurze Nacht wieder vergessen als unsere Räder wieder am Donauradweg EV 6 in Richtung Westen rollen. 


Am rechten Donauufer entlang führt unsere Route nach Tulln an der Donau, die sehenswerte Garten- und Messestadt. 

Nahe der sehr schönen Uferpromenade und der Donaubühne liegt das bekannte Schiff „Regentag“ von Friedensreich Hundertwasser zur Besichtigung.



Wir fahren weiter flussaufwärts, vorbei an den Orten Langenschönbichl, Pischelsdorf, Zwentendorf an der Donau und gelangen zum sichersten Kernkraftwerk weltweit. 

Das nie in Betrieb gegangene Atomkraftwerk Zwentendorf ist die größte Investitionsruine Österreichs, wird mittlerweile vielen Nutzungen zugeführt und kann auch besichtigt werden. 

Gleich daneben steht die Bärndorferhütte und bietet gutes Essen und Getränke. Da können auch wir nicht widerstehen und machen hier eine Vormittagsrast.

Am Donauradweg weiter überqueren wir kurz danach die Traisen, die hier in die Donau mündet. 



Über das anschließend erreichte Kraftwerk Altenwörth kommen wir wieder über Donau und überqueren gleich danach auch den alten Donau Seitenarm, in den hier der Kamp einmündet.

Der Erholungspark Altenwörth Donau Altarm ist wirklich ein Genuss und läd zum Verweilen ein.


Uns zieht es jedoch weiter und wir gelangen durch die Ebenen des Wagram (er begleitet die Donau und stellt auf ihrer Nordseite eine steile, weithin sichtbare Geländestufe aus eiszeitlichem Löss dar)zum bekannten Schloss Grafenegg mit seinem Wolkenturm.



Weiter radeln wir nordwärts, vorbei an Hadersdorf am Kamp und Kammern und gelangen so zur ersehnten Badepause in der Freizeitanlage am Kamp, nordöstlich von Langenlois. 




Die Mittagsrast mit gutem Essen und vor allem die frischen Fluten des Kamp bringen uns wieder in Schwung.


Gestärkt kann es nun weiter gehen und wir beginnen wir die Auffahrt in das nördliche Wein4tel. 



Es wird hügelig, über Straß ist das Straßertal schnell erreicht. Zu beiden Seiten ist es nun enger geworden und ab Elsarn folgt die anstrengende Auffahrt auf den Manhartsberg mit bis zu 12° Steigung und heute bei 34° im Schatten, den wir aber leider nicht haben.

Der Anstieg ist am höchsten Punkt des Manhartsberg bei der Silbernen Eiche erreicht. Darauf folgt die flotte Abfahrt (am losen Schotter ist Vorsicht geboten) nach Kleinburgstall. 

Es folgt Reikersdorf und anschließend Maissau mit der hier befindlichen Amethyst Welt.




Im für das nördliche Wein4tel typischen Auf und Ab, folgen wir unserer Route durch die Orte Burgschleinitz, Zogelsdorf und erreichen schließlich das im Waldviertel liegende Eggenburg (auch gerne besucht wegen seinem Mittelalterfest). 

In das Wein4tel wird Morgen es wieder zurück gehen.



Unser Quartier, das Sleep in Premium Hotel Eggenburg liegt an der nördlichen Stadtgrenze im Industriegebiet und bietet Erholung, Schlafqualität und Frühstücksangebot vom Feinsten.

Das Einchecken gestaltet sich sehr einfach. 


Auch die Radl-Garage, sogar mit E-Bike Lademöglichkeiten ist praktisch im Nahbereich am Parkplatz angeordnet.


Im Eingangsbereich steht ein 24h – Getränkeautomat. Herrlich … für unsere 7 Kehlen sind die Bierfächer gerade noch ausreichend gefüllt. Ab jetzt ist nur mehr Sprudel verfügbar. Hi, hi.

Wir lassen den Abend mit ein paar Doser‘l ausklingen, resümieren den Tag und genießen danach die Ruhe in den komfortablen Betten.

Wein4telumrundung - Etappe 2 ~~ Samstag, 10.8.2024

 

Etappe 2 ~ Samstag, 10. August 2024, von Mannersdorf an der March bis Altenberg

Tagesdaten: 126km – 230hm – ca. 6:00hr Fahrzeit

Es läuft richtig gut gegen den Strom

Nach gutem Frühstück und dem Rädercheck verlassen wir Mannersdorf an der March und begeben uns wieder auf den EuroVelo13 Iron Curtain Trail. Noch sind die Temperaturen angenehm, im Tagesverlauf soll es heute sehr heiß werden. 

Bei Angern an der March können wir beobachten wie eine Fähre PKW’s über die March bringt. Wir kommen durch Zwerndorf, Oberweiden und Marchegg. 

Das Schloss Marchegg ist ein Hotspot für Störche, so viele bevölkern da das Gebäude. Im nahen WWF Auenreservat herrscht ebenfalls reges Treiben von allerlei Gefiedertier.




Kurz nach Marchegg fahren wir an der Radbrücke VysoMarch vorbei. Diese ermöglicht viele grenzüberschreitende Radtouren in die Slowakei. Wir bleiben aber im Wein4tel und radeln weiter nach Schloss Hof, dem Landsitz der Habsburger. Das prächtige Ensemble bestehend aus Schloss, Garten und Gutshof ist ein besonderer kunst- und kulturhistorischer Leckerbissen. Viele Veranstaltungen, Märkte und Feste finden hier ganzjährig statt.

Nach dem Schloss drehen wir auf West und gelangen durch Engelhartstetten nach Stopfenreuth, wo wir auf den EuroVelo 6, den Donauradweg stoßen. Dieser Radweg verläuft hier noch auf dem Hochwasserschutzdamm, folgt der Donau bis nach Passau und wechselt in seinen weiterm Verlauf öfters die Flussseite. Wir radeln jetzt durch den Nationalpark Donau-Auen.

 

Der Donaustrom ist von der weitläufigen Au-Landschaft leider verdeckt und kann südlich von uns nur erahnt werden. 

Weiter rollen unsere Räder auf dieser Rad-Autobahn und wir kommen nach Schönau an der Donau, wo wir endlich am Beginn der Lobau auf eine Radlerrast für unsere trockenen Kehlen treffen. 

Die Sonne steht am Zenit und das Thermometer zeigt 34°. Phuuuu….

Unserem Plan folgend sollten wir jetzt nördlich der Lobau der Stadtgrenze von Wien folgen, aber die Aussicht auf ein erfrischendes Bad in der Neuen Donau lässt unsere Route ein wenig verändern.

Also bleiben wir am Donauradweg, durchfahren das Lobau Tanklager und gelangen zur Walulisobrücke. 

Hier befindet sich ein bekannter Wiener FKK Bereich, der für uns heute die passende Stelle zum Sprung in die Neue Donau ist.


Nach dem Badestopp genießen wir die Durchfahrt der Lobau und kommen wieder zu unserem geplanten Trail. 

Wir umfahren die Stadt Wien in einem nördlichen Bogen vorbei an Essling, der neuen Seestadt, Hirschstetten, Breitenlee, Süßenbrunn und Grossjedlersdorf. Unzählige Gewächshäuser und Beete liefern von hier aus Obst und Gemüse in die Großstadt. 

Wegen der vielen Abzweigungen und Sackgassen ist unsere Route gar nicht so leicht zu finden. 


Nach ein paar falschen Abbiegungen erreichen wir dann bei brütender Hitze das Zentrum von Gerasdorf bei Wien, wo ein Spar Markt der Retter unserer Wassernot ist. 






Stammersdorf, Strebersdorf und Langenzersdorf durchfahren wir und gelangen anschließend im Bereich Tuttendörfl, vor Korneuburg wieder zum bekannten Donauradweg. Diesem weiter folgend kommen wir durch die ehemalige Schiffswert Korneuburg und etwas später zum Donaukraftwerk Greifenstein.

Sehr viele Radler sind unterwegs und wechseln wie auch wir über die Kraftwerksanlage die Donau. 

Ein weiteres Mal heute können wir uns in den Fluten erfrischen, diesmal im Donau-Altarm.


Unser Tagesziel, das Gasthaus Schwarzer Adler in Altenberg ist nicht mehr weit und so gelangen wir durch Gassen auch heute ohne Panne zufrieden und müde das Quartier. 

Eine Runde gut gekühlter Gerstensaft macht den Flüssigkeitsverlust wieder gut.

 


Wieder heißt es Einchecken, Duschen, Abendessen, Ausruhen. Die gewohnte Reihenfolge belassen wir auch heute. Das Abendessen genießen wir in der Alten Hafenschenke und anstelle Wein gibt es heute Bier, Bier, Bier ….

Wein4telumrundung - Etappe 1 ~~ Freitag, 9.8.2024

Einrollen entlang der Thaya und der March

Etappe 1 ~ Freitag, 9. August 2024, von Ernstbrunn bis Mannersdorf an der March

Tagesdaten: 151km – 720hm – ca. 7:00hr Fahrzeit

Wolkenloser Himmel, angenehme 24° und leichter Wind aus Nord-West. Perfektes Radlwetter beim Start zu unserem Abenteuer.

Nach der netten Verabschiedung von unserem Amtsleiters Horst Gangl verlassen wir den Hauptplatz von Ernstbrunn. Die Route führt in Richtung Westen hoch zum Schloss Ernstbrunn, der Wildpark Ernstbrunn mit dem Wolf Science Center liegt rechts von uns. Oben am Steinberg angekommen sind etwas nord-westlich, weit entfernt die Rauchsäulen des tschechischen AKW Dukovany zu sehen. Wir verlassen die Region Leiser Berge, durchqueren Gnadendorf sowie Gaubitsch und erreichen anschließend die nördliche Grenzstadt Laa an der Thaya.

Das Rathaus im Blick, genießen wir Kaffee und köstliche Mehlspeise im Lokal am Stadtplatz. Wir radeln weiter über die Staatsgrenze, hier war noch bis 1955 der eiserne Vorhang, bis ins tschechische Hevlin und treffen hier auf den Radweg „Greenway Praha-Wien“ (GW P-W), dem wir nach Osten folgen.

Gut beschildert ist das südmährische Mikulov (Nikolsburg) mit seinem sehenswerten Schloss unddem von weitem sichtbarem heiligen Berg erreicht. Den Hauptplatz erkunden wir lieber mitschiebenden Rädern, um uns keine Strafe einzufangen. Die Sonne sticht ungetrübt und das Thermometer zeigt 33° im Schatten. Ein kühles „bleifreies“ Bier bringt da rasch Erfrischung für uns.

Weiter am GW P-W fahren wir auf teils abenteuerlicher und grobsteiniger Oberfläche, vorbei an Uvaly (Garschönthal) bis zum monumentalem Denkmal Kolonnade, die auf einem Hügel südlich von Valtice (Feldsberg) steht.
Ein schöner netter Platz für eine Rast mit guter Aussicht auf das Parkareal Lednice-Valtice. Hier oben gibt es kein Lokal und weil wir nicht in’s nahe Schrattenberg wollen, verlassen wir den Greenway Praha-Wien und radeln wir weiter am Eurovelo 13. Es geht flott durch einige Senken vorbei an Weinrieden und Obstplantagen, immer mit schöner Fernsicht in die Landschaft. Im Osten ist der slowakische Gebirgszug, die kleinen Karpaten zu sehen.


Weiter Ostwärts führt die Route auf gut markierten Radwegen und so erreichen wir endlich unser Mittagsziel, das Restaurant Celnice, liegt direkt am Radweg und der Lundenburgerstraße.

Nach gutem Essen fahren wir weiter ostwärts in ein Waldgebiet und zur Bahnlinie Wien-Breslav. Am tschechischen Breslav (Lundenburg) fahren wir südlich vorbei und stoßen auf die Thaya die wir auch überqueren.

Ab jetzt befinden wir uns in den Marchauen mit seinen umfangreichem Rad- und Wanderwegenetz. Viele Störche und andere Wildtiere können wir hier gut beobachten. Unser nächstes Ziel Lanzhot (Landshut) ist schnell erreicht, wir drehen Richtung Süden und erreichen westlich von Brodske wieder den March Fluß. Die Flußmitte markiert hier die Grenze zur der Slowakei in welche wir auch am Radweg wechseln.

Ein gut ausgebauter Radweg verläuft auf dem Hochwasserdamm
 entlang. Eine Gewässerquerung über einen Betonsteg mit Stiegen ist mit schweren E-Bikes zwar ein wenig mühsam aber zu schaffen. Jetzt noch vorbei am 3-Länderpunkt Österreich-Tschechien-Slowakei und wir überqueren nach Westen zuerst wieder die March und dann die Grenze zurück in das österreichische Wein4tel.

Hohenau an der March ist erreicht, wo wir auch wieder auf den EuroVelo 13 – Iron Curtain Trail treffen. Die Slowakei grenzt im Osten an das Wein4tel, nur getrennt durch die schönen March Auen. Immer wieder geben die Bäume einen Blick auf die March und ihre Nebengewässer frei. Trocken und ruhig ist es hier. Das Geräusch der vielen Bewässerungsanlagen auf den Feldern begleitet uns. An bekannten Orten wie Drösing, Sierndorf an der March, Dürnkrut fahren wir vorbei und wir erreichen  unser Tagesziel, Mannersdorf an der March.

Im Gästehaus Kriegl werden wir von der Eigentümerin persönlich herzlich empfangen.

Einchecken, Duschen, Abendessen beim Schnitzel Fritz im nahen Ort Angern an der March und danach ein gutes Achterl Wein im Quartier. In dieser Reihenfolge lassen wir den Tag ausklingen.


Von den Leiser Bergen einmal um das Wein4tel

Die Umrundung des Wein4tels an der Außengrenze beginnt morgen.

Wir sind schon sehr gespannt was uns da alles in den nächsten 4 Tagen erwartet. 

Die Radln sind bereit und auch Wadln sind jedenfalls schon mal gespannt.





 

Die Wettervorhersage für´s Wein4tel in den nächsten Tagen ist ausgezeichnet.







Von Ernstbrunn, im Herzen des Wein4tels, starten wir unser Abenteuer. 



Den Reisebericht unseres Abenteuers gibt es hier nach Abschluss der Tour.

Bis bald .... euer LeiseRadler